Interview mit den Benner Brüdern

Unser Kapitän traf für das nächste Interview gleich Zwei Akteure der Oberligamannschaft. Lukas und Kevin Benner stellen sich den Fragen von Luca Sixtus und geben Einblick in die Vorbereitung und ihre persönlichen Ziele in dieser Saison.

Lukas, Du hattest vor zwei Jahren bereits das Trikot des SV Todesfelde an, ehe es Dich zu den Regionalligisten von Eintracht Norderstedt und Eutin 08 (nun Flens-Oberliga) verschlagen hat. Wie fühlt es sich an zurück zu sein?

L: Es fühlt sich riesig an. Ich bin und war immer unglaublich gerne in Todesfelde, auch als ich nicht aktiv hier gespielt habe. Ich habe immer gerne bei den Spielen zugeschaut. Ich bin aber heilfroh, wieder da zu sein. Denn, ich liebe die Mannschaft, ich liebe das Umfeld und die Leute hier sind unglaublich toll.

Das Trainerteam hat sich nach der Vorbereitung für Fabian Oeser als Nummer Eins zwischen den Pfosten entschieden. Wie gehst Du mit Deiner jetzigen Rolle in der Mannschaft um?

L: Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich der Letzte bin, der den Kopf in den Sand steckt. Ich gebe weiterhin im Training Gas, auch bei den Spielen werde ich meine Mitspieler pushen. Ich denke, das ist mir bisher auch gut gelungen. Selbst aus meiner derzeitigen Position heraus kann ich das Team stärker machen. So wurde es auch mit den Trainern besprochen. Ich bleibe auf jeden Fall dran. Vor ein paar Jahren hat Marc Aaron Kassler drei Spiele gemacht, nachdem er zur Nummer Eins gewählt wurde, Danny Schramm hat neun absolviert, ich bin gespannt wie viele es bei Oeser sein werden.

Neu beim SVT ist auch dein Halbbruder Kevin, der aus der U19 der Kaltenkirchener TS gekommen ist. Wie siehst Du seine Entwicklung bisher?

L: Da bin ich ganz ehrlich. Anfangs war er ein bisschen schüchtern – zumindest die ersten zwei Wochen. Aber spätestens nach dem Spiel gegen den SV Eichede beim Hummel-Cup geht Kevin voll auf. So wie ich das sehe, sind auch alle begeistert von ihm. Und wenn er so weitermacht, sehe ich auch keine Probleme, dass er irgendwann seine Spielzeiten bekommt. Er hat auf jeden Fall große Chancen beim SV Todesfelde.

Und für Dich, Kevin, ist es das erste Herrenjahr und dann spielst Du gleich mit Lukas zusammen in einer Mannschaft. Fiel die Integration ins Team für Dich dadurch auch leichter?

K: Mit meinem Stiefbruder in einer Mannschaft zu spielen, ist natürlich eine tolle Sache. Das hatte zu Beginn den Vorteil, dass er die Mannschaft und das Umfeld kennt und mir so vorab schon einige Fragen beantworten konnte. Beispielsweise wie die Spieler drauf sind oder wie das Tempo in der Liga ist. Trotzdem würde ich nicht unbedingt sagen, dass dadurch die Integration für mich leichter fiel. Ich kannte vorher nur Wenige im Team und musste die Mannschaft und das Trainerteam wie jeder andere Neuzugang erstmal kennenlernen.

Verhält sich Lukas in der Kabine anders als beispielsweise zu Hause?

K: Nein, Lukas verhält sich in der Kabine nicht großartig anders. Er macht hier und da seine Späße und Sprüche, konzentriert sich aber wie jeder andere auch auf das bevorstehende Training bzw. Spiel.

Gibt es für Dich noch Dinge, die Kevin als Neuling im Herrenbereich unbedingt lernen muss?

L: Bis jetzt macht Kevin alles richtig. Ich bin damit sehr zufrieden. Manchmal sind es noch die Klassiker, dass die jungen Spieler dafür zuständig sind, das Trainingsmaterial auf den Platz zu bringen. Das ist aber alles abgesprochen. So hat jeder seinen Part in der Mannschaft. Wirklich was lernen muss Kevin aber nicht. Einfach so weitermachen.

Der Pflichtspielstart ist Euch geglückt. Die Mannschaft steht, wie im vergangenen Jahr, im Landespokal-Halbfinale und das erste Punktspiel konnte gegen den TSV Lägerdorf ebenfalls gewonnen werden. Was können wir in dieser Saison erwarten?

L: Ich sehe uns, wie einige vermeintliche Experten auch, unter den Top Fünf der Liga. Das sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall unser Anspruch sein. Ich schätze die Mannschaft sogar so stark ein, dass wir unter die Ersten Drei kommen könnten, aber dafür müsste alles stimmen. Es gibt nur wenige Teams in der Liga, die uns sehr überlegen sind. Aber wie gesagt, nur wenn alles passt, wäre so etwas möglich.

K: Ich glaube, wir haben gute Möglichkeiten eine erfolgreiche Saison zu spielen. Wir hatten eine gute Vorbereitung, mit guten Testspielen und harten Trainingseinheiten, in denen man gemerkt hat, dass jeder den nötigen Willen und Teamgeist hat. Das hat sich in unseren ersten Pflichtspielen, wie sich gezeigt hat, ausgezahlt und wir müssen gemeinsam so weitermachen.

Abschließend die Frage nach Euren persönlichen Zielen. Gibt es da welche?

L: Zu meinen persönlichen Zielen zählt auf jeden Fall das Gesamtabschneiden in der Liga. Sprich, dass wir unter denErsten Fünf über die Ziellinie kommen. Zudem will ich unbedingt zum Hallenmasters nach Kiel. Für mich persönlich wäre es auch richtig geil, wenn wir beide Spiele gegen meinen Ex-Klub Eutin 08 gewinnen würden. Ich will die am Ende der Saison auf jeden Fall hinter uns lassen. Am liebsten würde ich diese Partien natürlich selbst bestreiten. Dafür muss ich so schnell wie möglich wieder in den Kasten – das ist offensichtlich auch ein Ziel von mir.

K: Ziel sollte für alle natürlich erstmal sein, an der Vorsaison anzuknüpfen. Das heißt, den Kreispokal zu gewinnen, um auch im nächsten Jahr am Landespokal teilzunehmen, unter den besten Sechs in der Flens-Oberliga zu sein und sich mit dem Hallenmasters in Kiel zu belohnen. Meine persönlichen Ziele für mein erstes Herrenjahr sind es möglichst viel Spielpraxis zu sammeln, um mich persönlich zu verbessern und der Mannschaft, wo ich kann, weiterhelfen.

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©️Fotos: noveski.com