Die Geschichte des SV Todesfelde

Die Vereinsgeschichte der Gründerjahre wurde durch ehemalige Mitglieder rekonstruiert, weil schriftliche Aufzeichnungen nicht mehr bestehen.

1928 begann in Todesfelde alles mit einer Turnsparte. Die Baumschüler der Fa. Müller aus Rellingen, die zu Pflanzarbeiten in die Zweigstelle nach Todesfelde gekommen waren, waren es die den Sport und somit die entscheidenden Schritte zur Gründung des SV Todesfelde antrieben. Wann genau unter der Fahne des SV Todesfelde erstmals geturnt wurde, ist leider nicht übermittelt. Den Vorstand bildeten damals Heinrich Böttcher, Heinrich Rickert und Kassenwart Max Voß weiter dazu gehörten: Walter Bornholdt, Alfred Gerth, Johannes Hachmann, Hermann Handwerk, Wilhelm Mohr, Hans Timm, Jürgen Sievers und aus Fredesdorf Hermann Rohlfs. Damals wurden noch keine Beiträge für die Mitglieder erhoben, stattdessen ging man im Dorf Spenden sammeln. Als Wilhelm Stöck aus Uetersen nach Todesfelde zurückkehrte, wurde die sportliche Betätigung beim SV Todesfelde aktiver und Stöck wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Ab 1933 wurde der Sport nur noch in den NS-Organisationen betrieben.

1947/48 war es erneut Stöck der den Sport im SVT neu entfachte; eine Fußballsparte wurde gegründet.

Bis 1950 führte Stöck den Verein, danach war es ein Jahr lang Ernst Günther, bis am 5. Oktober 1951 Walter Grimm sein Nachfolger wurde. 70 Mitglieder zählte der Verein bis dato mit darunter auch der 2. Vorsitzende Alfred Kock.

1951 wurde erstmals der Beitrag im Verein um 0,50 Mark erhöht. Herbert Lange wurde zum ersten Trainer der Fußballer gewählt und 1956 wurde neben zwei Herrenfußballmannschaften drei neue Jugendfußballmannschaften gegründet.

1957 stieg die erste Mannschaft in die 2. Amateur-Liga auf. 4 Jahre später (1961) löste Kurt Strehlau Walter Grimm als Vorsitzenden ab.

Im Jahr 1962 wurde der Sportplatz ausgebaut (Laufbauhn, Sprunggrube und Wurfanlage) und ab 1964 wurde das Sportgeräte- und Umkleidehaus erbaut. Durch Lehrer Suhr (Schulleiter in Bark) prungte die Leichtathletiksparte einige Jahre auf, wie es nie zuvor geschehen war. Die Tischtennissparte wurde 1965 in Leben gerufen, ein Jahr später folgte die Gymnastiksparte.

1969 wurde unter der Leitung von dem Ehepaar Schütze die erste Kinderkrabbelgruppe eröffnet.

1974 ist es Asmus Schütt der die Mitgliederzahl im SV Todesfelde um 100 % durch die Gründung einer Handballsparte anwachsen lässt. Und die A-Jugend-Mädchen gewann auch gleich ein Jahr später den Kreispokal.

Im März 1977 spielten sogar einige Mädels um die Landesmeisterschaft mit (4. Platz).

Das 50-jährige Jubiläum stand im Haus, passend dazu feierte die weibliche Jugend A den bis dato größten Erfolg in der Vereinsgeschichte - Aufstieg in die Oberliga. Im selben Jahr wurde die Reitsparte gegründet. Angesichts der steigenden Hallenaktivität und der angewachsenen Handballsparte wurde ab 1981 um den Bau einer Amtssporthalle gekämpft. Treibende Kräfte bei diesem Projekt waren: Gerd Gröhn, Manfred Rabe und Karl-Heinz Rittscher.

Am 15. April 1983 konnte das Trio einen Erfolg feiern, die Sporthalle wurde feierlich eingeweiht. Durch den Bau der Sporthalle konnte das Spartenangebot erweitert werden, neben den Handballern konnten nun auch eine Jazz-Tanzgruppe, Mutter-Kind-Turnen, eine Volleyballsparte und eine zweite Gymnastikgruppe in den Genuss der Hallennutzung kommen.

1988 reichte Kurt Strehlau nach 27 Jahren das Amt des Vorsitzenden mit den Worten: „ Ich war stolz so lange 1. Vorsitzender sein zu dürfen", an Manfred Rabe weiter. Rabe führte den SV Todesfelde sechs Jahre lang erfolgreich an. In seine Amtszeit fiel die wohl schlimmste Stunde des Vereins.

Am 6. Januar 1994 brannte die Amtssporthalle bis auf die Grundmauern nieder. Hier erfuhr Todesfelde von einer unglaublichen Hilfsbereitschaft aus den Nachbarvereinen. Der Entschluss die Halle wieder aufzubauen fiel schnell, war die Halle doch jahrelang Dreh- und Angelpunkt des Sport und Dorflebens. Im Sommer 1995 konnte die neue Halle wieder eingeweiht werden. Mittlerweile hatte Karl-Heinz Rittscher, Manfred Rabe als Vorsitzenden abgelöst. Rittscher war bereits 27 Jahre Kassenwart und seit 1960 im Fußballbereich sehr aktiv. Rittscher blieb acht Jahre lang Vorsitzender bis ihn für ein Jahr Wulf Lembke ablöste. Lembke übergab sein Amt aus persönlichen Gründen an den Versicherungskaufmann Holger Böhm. Die Amtszeit von Holger Böhm hält bis heute an.

Mit großer Hingabe ist nun seit mehr als 80 Jahren ist der SV Todesfelde zu etwas Besonderem in der Gemeinde Todesfelde herangewachsen.